Sifu Olaf

Wing Tsun seit 1999; seit 2002 Übungsleiter; 2004 erste eigene Schule in Bremen; 2006 Prüfung zum 1. TG; 2007 Prüfung zum 2. TG; 2008 Prüfung zum 3. TG; 2009 Ernennung zum "Sifu of Wing Tsun" durch GM Sifu Martin Dragos; 2010 Gründung "Shímáo Wing Tsun Academy"; 2011 Prüfung zum 4. TG; 2013 komplettes waffenloses Wing Tsun System abgeschlossen und Vorbereitung auf die Prüfung zum 5. PG

Notwehr – was ist erlaubt?

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23. May 2015 | Posted in News | By

Der Markt der Selbstverteidigungskurse wächst. Immer mehr haben den Wunsch sich selbst schützen zu können. In Deutschland ist dieses Recht durch die Gesetzgebung im Strafgesetzbuch geregelt, die entsprechenden Paragraphen findet ihr hier. Hier bei gibt es jedoch auch einige Fallstricke. In diesem Beitrag möchte ich euch aufklären was erlkaubt ist und was nicht.

Wann darf ich mich gewaltsam verteidigen?

Das Gesetz sagt:

Paragraph 32 StGB – Notwehr

1. Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig. 2. Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.

Das heißt wir dürfen uns immer dann verteidigen wenn es sich um einen gegenwärtigen und rechtswidrigen Angriff handelt. Dabei dürfen wir uns nur dem Mittel bedienen, welches geeignet und erforderlich ist um den Angriff abzuwehren. Wir müssen aber auch kein milderes Mittel wählen, dass eventuell nicht erfolgreich ist. Gegenwärtig heißt in diesem Fall, dass der Angriff unmittelbar bevorstehen muss, gerade stattfindet oder noch andauert.

Rechtswidrig ist ein Angriff immer dann wenn er gegen das geltende Gesetz verstößt. Ein Angriff ist dann nicht rechtswidrig wenn derjenige der angegriffen wird den Angriff dulden muss. Dies ist zum Beispiel bei einer Festnahme durch die Polizei der Fall. Genauso wenn der Angreifende selbst in Notwehr handelt.

Natürlich ist es mir auch erlaubt die Rechtsgüter anderer zu schützen, soweit dies nötig ist. Dies nennt man dann “Nothilfe”. Wir dürfen alle Rechtsgüter mit Notwehr geschützt werden. Rechtsgüter sind zum Beispiel:

Leben, Leib, Freiheit, Ehre, ungeborenes Leben, Recht am eigenen Bild, Fortbewegungsfreiheit, Hausrecht, Eigentum und Besitz.

Bei der Verteidigung diese Rechtsgüter ist auch immer auf die Verhältnismäßigkeit zu achten. Daher kann ein Angegriffener auch verpflichtet sein sich nicht zu verteidigen. Dies ist zum Beispiel der Fall bei einem krassen Missverhältnis zwischen dem Angreifer und Angegriffenen, bei Bagatellangriffen wie Beleidigungen oder bei Absichtsprovokationen, wenn zum Beispiel dauernde Beleidigungen das Ziel haben, dass mein Gegenüber einen Angriff startet und ich mich dann wehre.

Wichtig ist:

Wenn ich einen Angreifer verletzt habe und von ihm keine Gefahr für mich oder andere mehr ausgeht, bin ich verpflichtet diesem zu helfen.

Nach einem Notwehrfall sollte möglichst schnell eine Aussage bei der Polizei gemacht werden. Nur so können die Behörden auch von einer Notwehrlage ausgehen können. Bei einer unklaren Situation, ob es sich um Notwehr handelt oder nicht, sollte zwingend ein Rechtsbeistand zu Rate gezogen werden. Mit diesem sollte sich vor einer eigenen Stellungnahme unbedingt abgestimmt werden.

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Die Phasen des Selbstschutzes

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23. May 2015 | Posted in News | By

Selbstbehauptung beginnt schon lange vor einem eigentlich Angriff auf unser Leib und Leben. In alltäglich Situationen gibt es immer wieder Menschen die unsere individuellen Grenzen überschreiten und uns damit einengen wollen. Hier beginnen die Phasen des Selbstschutzes.

Phase 1 – optische Wahrnehmung und Einschätzung durch den Aggressor

Täter suchen häufig ein Opfer, dass sich nicht wehrt. Dafür werden wir von unserem gegenüber mittels Augenkontakt, Körpersprache und Menschenkenntnis eingeschätzt. Im schlechtesten Fall führt dies bei einem Aggressor zu der Erkenntnis, dass wir für ihn ein Opfer darstellen.

Phase 2 – verbale Äußerungen

In dieser Phase fühlt sich der Angreifer durch seinen ersten Eindruck bestärkt. Er fängt an uns zu provozieren, dies geschieht durch Respektlosigkeit, Beleidigungen etc.

Phase 3 – Handgreiflichkeiten und Drohgebärden

Nun kommt es zu Drohgebärden wie Schubsen, Kragenpacken um zu testen wie wir reagieren. Durch die ersten zwei Testphasen hat der Angreifer genügend Selbstvertrauen getankt.

Phase 4 – tätlicher Angriff / Eskalation der Gewalt

Jetzt schreitet der Aggressor zur Tat. Er kann nun alles mit seinem Opfer machen. Die Opfer können sich ihre Hilflosigkeit dabei oft selbst nicht erklären.

Die Lösung des Problems

Es ist sehr wichtig zu wissen, dass ein Konflikt meist schon sehr früh verhindert werden muss. Wir sollten nicht den Fehler machen in eine Opferrolle zu fallen.

Das heißt, wir sollten gleich zu Anfang unsere Position klar machen. Dadurch weiß der Aggressor, dass er nicht alles mit uns machen kann. Oft können wir nur sehr früh die Weichen für den Ausgang des Konfliktes stellen.

Es Also lass dich nicht einschüchtern. Biete Beleidigungen warnend Einhalt. Unterstreiche deine Äußerungen durch deine Körpersprache (Stopp-Hand, Zeigefinger). Hole dir gegebenenfalls Hilfe, indem du Passanten direkt ansprichst, oder die Polizei rufst. Mache auf die Situation aufmerksam und sorge so für weniger Anonymität für den Angreifer.

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22. February 2014 | Posted in News | By

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